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Verwandte |
Wieselmeerschweinchen:
Das Wieselmeerschweinchenlebt auf der Ostseite der Anden, vom
Titicacasee im Norden bis zur
Halbinsel Valdés im Süden. Man findet es von den Ebenen des östlichen
Argentiniens bis zu den
kargen Hochebenen des Altiplano in 4000 m Höhe. Das Fell ist, je nach
Rasse, hellgrau bis
graubraun. Um den Augen herum befindet sich ein heller Ring. Es hat einen
schlanken Körper.
Das Wieselmeerschweinchen ist tagaktiv und lebt gesellig. Die Nahrung besteht
aus trockenen
Gräsern und Kräutern. Das Wieselmeerschweinchen ist ungewöhnlich
schnell. Wenn es verfolgt
wird, kann es bis zu 70 cm hohe Sprünge vollführen. Nach einer Tragzeit
von 52-54 Tagen bringt
das Weibchen 1-7 Junge zur Welt. Vom ersten Tag an nehmen sie feste Nahrung
zu sich, werden
aber trotzdem 8-20 Tage an den 2 Zitzen gesäugt.
Zwergmeerschweinchen:
Es lebt in der Region von den chilenischen Anden, bis in die
argentinische Pampa am Rio Colorado
hinab.Die Gattung der Cavia bilden die Wildmeerschweinchen schlechthin. Alle
Arten sind nachtaktiv.
Sie graben ihre Baue selber. Nach einer Tragzeit von 60-70 Tagen bringen die
Weibchen 1-4 Junge zur
Welt, die sich 2 Zitzen teilen müssen. Bei der Geburt sind die Jungen
schon sehr weit entwickelt
und fangen am ersten Tag schon an, Pflanzenteile anzuknabbern. Sie werden
aber auch weiter gesäugt.
Die Nahrung der Erwachsenen sind ebenfalls verschiedene Pflanzenteile. Allerdings
wird gelegentlich
auch Kleingetier als Beikost verzehrt.
Tschudi-Meerschweinchen:
Eine Unterart der Aperea und gilt als der Stammvater unseres
Hausmeerschweinchens.
Berg-, Felsenmeerschweinchen oder Moko:
hat lange Beine, keinen Schwanz und erreicht ein Gewicht von knapp 1 kg. Die
Kopf-Rumpf-Länge
beträgt 20-40 cm. An der Oberseite des Körpers ist das Fell grau
mit schwarzen und weißen Sprenkeln,
an der Unterseite ist es am Hals weißlich, am Bauch gelblichbraun. Es
lebt in trockenen, steinigen
Gebieten der Hügel- und Berglandschaften Ostbrasiliens. Es ist nachtaktiv.
An den Zehen sind stumpfe
Nägel, die gut an das Klettern angepasst sind. Es kann auf Bäume
steigen, um dort Nahrung zu suchen,
aber auch auf und zwischen den Felsen herumspringen. Es ist ein beliebtes
Jagdobjekt der
brasilianischen Eingeborenen, weil das Fleisch sehr wohlschmeckend sein soll.
Aperea:
Es ist am weitesten verbreitet. Sie lebt im felsigen Gelände
und Grasland von Peru bis Nordargentinien.
Nur im Amazonasbecken kommt sie nicht vor. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge
von 20-40 cm. Der Schwanz
ist nicht sichtbar. Die Aperea, wie auch ihre Unterarten, bildet kleine Familiengruppen
von maximal
10 Tieren. Sie hat zwar scharfe Krallen, mit denen sie Höhlen selber
graben könnte, aber sie übernimmt
oft die Höhlen anderer Tiere. Als Unterschlupf werden aber auch Felsspalten
genommen. Die Nahrung
besteht hauptsächlich aus Gras und Blättern. Die Aperea kann sich
in wärmeren Gebieten das ganze
Jahr über fortpflanzen, sonst im Sommer. Die Tragzeit beträgt 60-70
Tage. Dann werden 1-4 gut
entwickelte Junge geboren. Nach 5 Tagen können sie schon für sich
selber sorgen.
Maras oder Pampashasen:
Sie leben in der Pampas in Südamerika. Die Beine sind
lang und schmal, wobei die Hinterbeine länger sind,
als die Vorderbeine. Die Zehen der Hinterhufen sind zu hufähnlichen Gebilden
geworden. Wenn Maras stehen,
sehen sie wie kleine Huftiere aus, und wenn sie sitzen, könnte man sie
für Hasen halten. Der Kopf sieht
dem eines Hasen sehr ähnlich. Die Ohren sind zwar lang, aber nicht so
lang, wie die der Hasen. Sie haben
eine hoppelnde Gangart. Sie können sehr schnell laufen. Das tun sie aber
nur, wenn Gefahr droht.
Die Nahrung besteht aus den Pflanzen, die es in ihrem kargen Lebensraum gibt.
Sie graben sich tiefe
Erdhöhlen oder übernehmen Erdbaue anderer Nager, die sie erweitern.
Das Weibchen bringt in ihrer Höhle
2 Junge zur Welt, die sofort selbstständig sind. Maras lassen sich sehr
leicht in geräumigen Gehegen
von Zoos halten. Es gibt nur 2 Arten.